Highlights der Meghalithkultur in Westeuropa
Aus der Reihe “Kulturreisen individuell” – eine filmische Reise-Dokumentation von Peter Wimmer

Bedeutende Monumente, Kultstätten und Museen: in der Bretagne, auf Malta, Gozo und Korsika, in England, Irland, Schottland, auf den Hebriden und auf den Orkneyinseln. 50 Kulturstätten, eine Auswahl aus 15 Filmen der Reihe Kulturreisen individuell.

Ca. 120 Min. DVD PAL Video, ISBN 978-3-932533-69-3, 27,00 EURO | Bestellinfo

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Frankreich, Bretagne: la Roche-aux-Fées, Allée couverte von Kerguntuil, Cairn von Barnenez, Menhir von Kerloas, Allée couverte von Mougau-Bihan, Prähistorisches Museum Saint-Guénolé, Tumulus Saint-Michel, Steinalleen von Kermario, Tumulus von Manio, Riese von Manio, Tumulus von Mané Kerioned, Grand Menhir Brisé, Table des Marchand, Dolmen von Pierres-Plates, Prähistorisches Museum Carnac, Cairn von Gavrinis

Malta und Gozo: Tempel Hal Tarxien, Tempel Ggantija, Victoria-Museum, Tempel Hagar Qim, Tempel Mnajdra

Korsika: Alignement von Stantari, Alignements von Renaggio, Filitosa, Castello d'Arraggiu

England: Stonehenge, Silbury Hill, West Kennet Long Barrow, Avebury, Men-an-Tol.

Irland: Drombeg Stone Circle, Lough Gur Heritage Centre, Grange Stone Circle, Wedge tomb, Carrowmore, Knowth, Newgrange

Schottland: Cup-and-Ring-Markierungen bei Kilmartin, Nether Largie South Cairn, Barpa Langass Cairn, Callanish, Liddle Burnt Mound, Tomb of the Eagles, Cuween Hill Cairn, Wideford Hill, Skara Brae, Ring of Stenness, Barnhouse Village, Ring of Brodgar, Maes Howe, Clava Cairns

Die Jungsteinzeit, eine Welt des Wandels. In der Zeit als in Mesopotamien und Ägypten erste Hochkulturen entstanden, deren Zeugnisse uns noch heute größte Bewunderung abringen, bildete sich in den nördlichen Ländern Europas eine Kultur, von der wir kaum etwas wissen. Umso mystischer wirkt auf uns, was sie hinterlassen hat, kunstvoll aufgerichtete, sorgfältig behauene und arrangierte oder einzeln stehende große Steine. Die Wissenschaft prägte daraus den Begriff Megalithen. Mega steht für "groß", lithos ist der "Stein". Die Hinterlassenschaft der Megalithkultur ist die erste Epoche der Monumentalarchitektur in unserem Lebensraum. Die Bauwerke zeugen nicht nur von handwerklichem Geschick im Umgang mit viele Tonnen schweren Steinkolossen, sondern mehr noch vom Umbruch des Menschseins unserer Vorfahren, vom Wandel der Jäger und Sammler zu einer neuen sesshaften Lebensform, durch die Organisation von Landwirtschaft und Viehzucht. Es sind stumme Zeugen einer entscheidenden Stufe auf dem Weg zu unserer heutigen Zivilisation. Die Ausstrahlung der Monumente und die rätselhaften Symbole, die sie schmücken, künden von großen visionären Leistungen, von Begabungen und Fähigkeiten die nachdenklich stimmen. Auch weil uns die Botschaften, die sie beinhalten, nicht mehr erreichen. Es ist, als sei eine Nabelschnur durchschnitten. Das Heilige jedoch, das Zeitlose, in die Ewigkeit greifende, empfinden wir dennoch, als den winzigen Rest einer gemeinsamen Sprache. Gemessen an den großen Bauwerken, der etwa zeitgleich sich entwickelnden pharaonischen Kultur am Nil, wirkt die Hinterlassenschaft der Megalithkultur bescheiden und unauffällig. Aber gerade das begründet den Reiz sich mit ihr auseinanderzusetzen und mit den noch nicht erschlossenen mythologischen Grundlagen.

Die Atlantikregion Frankreichs, insbesondere die Bretagne, ist besonders reich an beeindruckenden Zeitzeugnissen der Megalithkultur. Sie reichen bis in das 5. Jahrtausend v.u.Z. zurück. Sie zählen zu den Bedeutendsten und Ältesten in Europa. Die geheimnisvolle Tempelbaukultur auf Malta und Gozo entwickelte sich, abgeschirmt vom Rest der Welt, um 3800 v.u.Z. Auf diesen winzigen Inseln entstanden die frühesten Kathedralen der Menschheitsgeschichte, freistehende Sanktuarien, aus großen aufgerichteten und aufgeschichteten Steinen. Einige Monolithe wiegen 40 bis 50 Tonnen. Auf Korsika fand der Menhir den Weg zur menschlichen Gestalt. An keinem anderen Ort in Westeuropa hat er eine ähnlich faszinierende Entwicklung durchlebt. Der Südwesten Englands ist eine der ältesten Kulturlandschaften Europas. In der Grafschaft Wiltshire befinden sich wahre Superlativen der Großsteinkultur. Die kleine Insel Irland besitzt eine sehr eigenständige kulturelle Vergangenheit. Die ersten, die sich gegen Ende der letzten Eiszeit auf der immergrünen Insel niederließen, waren Jäger, Sammler und Fischer aus dem nahen Schottland. Boyne ist der Name eines kleinen Flusses an der Ostküste Irlands, nördlich von Dublin. An seinen Ufern wurden einige der spektakulärsten prähistorischen Stätten der Welt entdeckt. Mit Schottland hat sich dem natur- und kulturinteressierten Reisenden ein einzigartiges Stück „Alte Welt“ bewahrt. Die Inseln der Hebriden und die Orkneyinseln sind besonders reich an Zeitzeugnissen der Megalithkultur. Das gut erhaltene Steinzeitdorf Skara Brae, auf der Orkneyinsel Mainland ist für mich, neben den Kulturstätten des alten Ägyptens, das Eindrucksvollste, was ich bisher auf meinen Reisen sah...

BRETAGNE

Teil 1

Teil 2

Teil 3


Malta

Teil 1

Teil 2


Korsika

Teil 1

Teil 2

Teil 3


England –
im Süd-Westen

Teil 1

Teil 2

Teil 3


Schottland

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4